Maria Jans-Wenstrup

gehört in der Entstehungsgeschichte der Straßenexerzitien zu den Frauen der „ersten Stunde“. (Dazu gehört auch die 2014 verstorbene Sr. Adelgert, die 2001 zum ersten Kurs Straßenexerzitien nach Münster einlud und Elisabeth Tollkötter, die 2001 nach Berlin zu Exerzitien kam und durch ihre Hinweise in all den Jahren dazu beitrug, ihre Dynamik besser zu verstehen und den Ablauf weiter zu gestalten.) Mit leuchtenden, nach neuen Schritten in ihrem Leben Ausschau haltenden Augen besuchte sie in den Sommerferien 1998 – damals als Schwester Teresa, Lehrerin an einem Gymnasium der Schwestern Unserer Lieben Frau in Vechta – für einige Wochen meine Kommunität in Berlin. Ein Jahr später kam sie bei einer Fahrradtour mit Jugendlichen nochmals vorbei und fragte im Blick auf das bevorstehende 150jährige Jubiläum ihrer Gemeinschaft, gegründet von Aldegonde Wolbrink und Lisette Kühling im Kontakt zu armen, am Rand der Gesellschaft lebenden und oft übersehenen Menschen – nach einem Exerzitienkurs in Berlin-Kreuzberg. Zwei Frauen und zwei Männer aus der Gruppe „Ordensleute gegen Ausgrenzung“ – sie luden regelmäßig zu Mahnwachen-gottesdiensten auf der Straße vor der Abschiebehaft ein und besuchten anschließend Gefangene hinter der Mauer – begleiteten die Gruppe und die gastgebende Gemeinde St. Michael stellte den acht geistlich übenden Frauen und Männern für zehn Tage ihren Gemeindesaal und einige Kellerräume zum Schlafen zur Verfügung.
Christian Herwartz

Diese Anfänge beschreibt Maria Jans-Webstrup im Einladungsbrief für den Folgekurs 2001 und danach in einem Brief an zwei FreundInnen

2008 schreibt sie den Teilnehmenden nach einem Kurs ein paar Zeilen

2013 gibt sie einen Impuls auf der ROTHENFELSER PFINGSTTAGUNG:
Die Option für die Armen – auf der Straße   Freundschaft statt Barmherzigkeit? Dort wird sie so vorgestellt: Die Option für die Armen – auf der Straße   Freundschaft statt Barmher-zigkeit? Maria Jans-Wenstrup (Arbeiterschwester, Oberhausen) lebt aus bewusster Ent-scheidung in einer bunten „Arme-Leute-Siedlung“ in Oberhausen (Rheinland) und arbeitet im Niedriglohnbereich. Im Eintauchen in das Leben und die Arbeit von Menschen, die sie selbst lieber „kleine Leute“ als Arme nennt, hat sie ihren persönlichen Weg gefunden. Bezugsrahmen und geistliche Quelle sind ihr dabei die Straßenexerzitien und der Kreis der Arbeitergeschwister. Ihr Modell: Nicht „für“ die Armen etwas tun, sondern „mit“ ihnen in Freundschaft leben, ihre Welt zur eigenen werden lassen und als Ort der Gottesbegegnung entdecken. Kann dieser radikale, individuelle Weg auch für uns ein Vorbild sein? Kann er unser Handeln und unsere Haltung prägen, auch ohne ganz auszusteigen?

2013 folgt ein bemerkenswerter Zeitschriftenartikel: Maria Jans-Wenstrup, Klaus Kleffner Exerzitien am anderen Ort …     englisch

2016 beschreibt Maria Jans-Wenstrup ihren Zugang zu den Straßenexerzitien – „Auf Wurzeln statt auf Zäune vertrauen lernen“ – als Mitherausgeberin von: Christian Herwartz u.a., Im Alltag der Strasse Gottes Spuren suchen, Persönliche Begegnungen in Straßenexerzitien (Hinweis oben auf der Seite).