EXERZITIEN im adventlichen ALLTAG

zur Vorbereitung auf die Advents- und Weihnachtszeit

Endlich ankommen
In die Wahrnehmung kommen
Ins Eigene kommen
In die Freiheit kommen
In die Einheit finden
Menschwerdung beherberge Advents- und Weihnachtszeit laden uns ein, der Ankunft Gottes in unser Leben nachzuspüren: Einüben ins Hören, in die Stille zu kommen, Abhängigkeiten wahrnehmen, Ballast abwerfen, die eigene innere Sehnsucht entdecken, Spuren Gottes erkennen, …
Voraussetzung zur Teilnahme ist, sich mehrere Wochen lang auf diesen Weg einzulassen: tägliche Meditation und Teilnahme an den wöchentlichen Gruppentreffen mit Reflexion der gemachten Erfahrungen. Außerdem wird angeboten, an einem Samstag einige Stunden „auf die Straße zu gehen“ und anschließend die Erfahrungen gemeinsam zu reflektieren. Mögliche Termine werden noch vereinbart.
Die
Exerzitien beginnen am Donnerstag, 20. November 2014 um 19.30 Uhr (nach der Abendmesse) in den Gemeinderäumen von St. Michael, Waldemarstr. 8
(U Kottbusser Tor, U Moritzplatz, Bus M 29 – Oranienplatz)
.
Die
weiteren Treffen werden dann jeden Donnerstag stattfinden. Das erste Treffen ist gleichzeitig das Informationstreffen für alle, die noch Fragen haben.
Weitere Informationen bei
Reinhard Herbolte  606 72 20 und bei Christian Herwartz SJ 614 92 51

Einführung in die Exerzitien im Alltag (15.11.2012)
Was suche ich hier? Wie kann das geschehen?

  1. Erster Impuls

Lk 4,1-4: „Erfüllt vom Heiligen Geist, verließ Jesus die Jordangegend. Darauf führte ihn der Geist vierzig Tage lang in der Wüste umher, und dabei wurde Jesus vom Teufel in Versuchung geführt. Die ganze Zeit über aß er nichts; als aber die vierzig Tage vorüber waren, hatte er Hunger. Da sagte der Teufel zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiel diesem Stein, zu Brot zu werden. Jesus antwortete ihm: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht nur vom Brot.“

Was sollte ich weglassen, um hungrig nach dem zu werden, was mich über das Brot hinaus sättigt? Essen, TV, PC, Handy, …? Was entdecke ich mit diesem Mangel, das über das Brot hinaus sättigt?

Austausch donnerstags um 19.30 Uhr bis zum 20.12.12:

Mich der Führung Gottes überlassen. Auf welche Hindernisse bin ich gestoßen?

Was will ich ändern? Was macht mir Mut, weiter nach der Lebensquelle zu suchen?

Angebot: Samstag den 1. und 15. Dezember ein Tag Exerzitien auf der Straße für etwa 5 Stunden. Über die Anfangszeit muss noch gesprochen werden.

Exerzitien im Alltag zur Vorbereitung auf die Advents- und Weihnachtszeit 2014

2. Impuls: Ins Eigene kommen 27.11. 2014

Lukas 4,3-9 und 14-20 Jesus sprach: Hört zu! Siehe, es ging ein Sämann aus, zu säen. Und es begab sich, indem er sagte, dass einiges auf den Weg fiel; da kamen die Vögel und fraßen’s auf. Einiges fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte, und ging alsbald auf, weil es keine tiefe Erde hatte. Als nun die Sonne aufging, verwelkte es, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. Und einiges fiel unter die Dornen, und die Dornen wuchsen empor und erstickten’s , und es brachte keine Frucht. Und einiges fiel auf gutes Land, ging auf und wuchs und brachte Frucht, und einiges trug dreißigfach, einiges sechzigfach und einiges hundertfach. Und er sprach: Wer Ohren hat, zu hören, der höre! …Versteht ihr dies Gleichnis nicht?

Der Sämann sät das Wort. Das aber sind die auf dem Wege: wenn das Wort gesät wird und sie es gehört haben, kommt sogleich der Böse (Durcheinanderbringer) und nimmt das Wort weg, das in sie gesät war. Desgleichen auch die, bei denen auf felsigen Boden gesät ist: wenn sie das Wort gehört haben, nehmen sie es sogleich mit Freuden auf, aber sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, so fallen sie sogleich ab. Und andere sind die, bei denen unter die Dornen gesät ist: die hören das Wort, und die Sorgen der Welt und der betrügerische Reichtum und die Gier nach allem andern dringen ein und ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht. Diese aber sind’s, bei denen auf gutes Land gesät ist: die hören das Wort und nehmen’s an und bringen Frucht, einige dreißigfach und einige sechzigfach und einige hundertfach.

Impuls: Unser Inneres, unser Herz ist dieser 4-fache Boden: Wegesrand, Fels, dornige Steppe, Ackerland. Betrachte diese Böden – welcher gleicht Dir zur Zeit? Welche Wortsamen möchtest Du bewahren?

Exerzitien im Alltag: „Endlich ankommen“ Advent 2014

4. Impuls: Die Einheit in mir, mit anderen und Gott finden

Hindus grüßen sich gegenseitig: „Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in Dir!“ Damit benennen sie die Einheit unter uns Menschen, die wir als Geschöpfe Gottes haben. Wir wurden jede/r mit seiner Würde ausgestattet.

Als Christen können wir sagen: „Christus in mir grüßt Christus in Dir.“

Paulus führt uns im 1. Brief an die Korinther (Kapitel 13) aus, wie die göttliche Liebe, der Kern unserer Würde, uns den sorgsamen Umgang mit der/m Anderen lehrt. Wir können uns ihr anvertrauen:

…Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf.

Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, läßt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.

Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit……“

Das letzte Treffen dieser Exerzitien schließen wir am Donnerstag 18. 12. 2014 –

Beginn 19.30 Uhr – mit einem Teilete (schweizerisch: jeder bringt etwas mit) ab