Kosovo 1

In einem unvollständigen wohl für einen Laden oder eine Werkstatt geplantem Haus wurde in den Tagen meiner Anwesenheit ein Klassenzimmer für die in der Nähe an der Autobahn lebenden Romakinder hergerichtet. Die meisten sehen so aus, dass keine Chance auf eine Schulbildung haben. Aber es ist auch ihr Hunger zu spüren, zum Beispiel Sprachen zu lernen. Vom Gymnasium kommen jeden Tag etwa 8 bis 10 SchülerInnen und nehmen sich ihrer an. Deutsch ist sehr beliebt, aber auch Englisch. Eine Gruppe Halbstarker Jungen kompensierten ihren Schmerz, nicht mehr dazu zu gehören, indem sie einen Jüngeren, der gern zu den Älteren gehören möchte, losschickten, einen behinderten zu hänseln und auch die Schüler zu verspotten. Ich stand auch auf der Straße und konnte nach einer Weile dem Treiben nicht mehr tatenlos zusehen. Ich konnte aber kein Wort in der Landessprache, sagen. Da habe ich mit den Verführen Jüngeren gegriffen und ihn in den Arm genommen. Der den verdutzten Jungen wehrte sich nicht gegen die Umarmung (Bild 1). Doch dann suchte er Kontakt zu seinen „Auftraggebern“(Bild 2). Er überlegte kurz und genoss meine Zuwendung (Bild 3) und wendet sich dann – alles andere vergessend – mir freudig zu (Bild 4).

Ich habe mich über die Zuwendung und über diese Fotoserie sehr gefreut. Ich hoffe, es geht Euch auch so.bild-4-20161024_160507

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